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Gastbeitrag von Christopher Stützel:

Nachdem mein Kollege Michael Bauer bereits in seiner Serie „IoT@Home“ über seine Erfahrungen berichtet hat, bin ich von der ersten Minute an infiziert.

Mit einem Geschenk eines sehr guten Freundes in Form eines EchoDot nahmen dann die Dinge ihren Lauf:

Einkaufslisten werden nicht mehr notiert, sondern Alexa mitgeteilt. Tägliche To-dos wie Rasen mähen ebenso. Termine wie Geburtstage, Muttertag und Zahnarztbesuche werden nun „aufgesprochen“. Die Nachrichtenzusammenfassung des Tages wird, nach Feierabend, von meiner Frau und mir gerne genutzt.

Bis hier ist von Disruption nicht viel zu lesen. Die kommt wegen nur einer Komponente in meiner digitalen Lebensweise schneller als erwartet: Das Betriebssystem iOS. Als überzeugter Apple-User war es für mich hart zu akzeptieren, aber einige dieser tollen Funktionen lassen sich nur über Umwege oder eben gar nicht sinnvoll auch außerhalb des Haushaltes mitnehmen und damit nutzen. Die Konsequenz: Ich bin jetzt Besitzer eines Samsung S8 mit Android als Plattform. Der Kalender lässt sich um ein vielfaches einfacher mit meinem Outlook- und Google-Account kombinieren. Termine, die meine Frau nun Alexa mitteilt, sind auch ohne mein Beisein im Mobile Device notiert und gespeichert. Gut, Letzteres lässt sich auch über die Familien-Cloud-Funktion von Apple steuern. Aber eben nicht mit dem Echo Dot verknüpfen bzw. bedienen.

Auch ist das ZeroTouch von Logitech nicht mit iOS kompatibel und möchte ich heute in meinem Fahrzeug nicht mehr missen.

Bitte verstehen Sie meine Zeilen nicht als Fingerzeig gegen Apple – das iPad wird seinen festen Bestandteil weiterhin im Haushalt haben – jedoch veranschaulicht dieses, sehr einfache und alltägliche Beispiel, wie schnell ein Wechsel zu einem anderen Anbieter/Hersteller/Dienstleister entschieden werden kann, wenn die Notwendigkeit für eine digitale Zukunft erkannt wurde. Und da sind dann die jahrelange Markentreue und das tagelange Anstehen am Shop auf einmal völlig gleichgültig.